Freitag, 30. November 2012

Story: Blutmond - Eiskalt

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: Blutmond

Christopher nahm mich, wie versprochen, in seinem Auto mit zur Schule. Es war ein Backsteingebäude welches hell und freundlich wirkte. Aus allen Richtungen strömten bereits die Schüler herbei. Wir parkten auf dem schon fast vollen Schulparkplatz und gingen gemeinsam Richtung Schulgebäude. Nachdem wir alles Bürokratische erledigt hatten zeigte mir Christopher meinen Klassenraum und musste mich alleine lassen. Wir waren leider in verschiedenen Klassen, da er einen Jahrgang über mir war, aber er versprach mir, dass wir uns in der Pause in der Mensa treffen würden und erklärte mir noch den Weg dorthin. Ich brachte also die ersten beiden Stunden Mathe und Physik hinter mich um mich dann auf die Suche nach der Mensa zu machen. Ich ging gerade suchend den Gang runter als mich ein dunkelhaariger Junge ansprach. 
Donnerstag, 29. November 2012

Story: Blutmond - In der Nacht

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: Blutmond 

Am Abend fiel ich erschöpft in mein Bett. Christopher und ich hatten den ganzen Tag am See gesessen und uns unterhalten, ohne jedoch noch einmal aneinander zu geraten. Es war für noch unbegreiflich einen "Bruder" zu haben, aber es war schön mit ihm nach bereits so kurzer Zeit vertraut umgehen zu können, es kam mir vor als wären wir zusammen aufgewachsen. Ich ließ den Tag noch mal Revue passieren und war gleichzeitig in Gedanken bei meinem morgigen ersten Schultag. Ich konnte kaum meine Augen aufhalten und es dauerte nicht lange bis ich in einen unruhigen Schlaf fiel.
Es war noch dunkel als ich aufwachte, ich war mir nicht sicher was mich geweckt hatte. Ich wollte mich gerade nochmal umdrehen und mich wieder in meine Decke kuscheln, als ich einen lauten, dumpfen Knall hörte. Ich fuhr erschrocken zusammen und war mir unsicher was ich jetzt tun sollte. Ich war wie versteinert vor Angst, bis meine Sorge meine Angst in den Hintergrund stellte. Mom, Andrew, Chris... Ich sprang auf und hechtete zur Zimmertür, Panik überkam mich, ich hatte den Türknauf gerade umdrehen wollen, als ich inne hielt. Was ist, wenn da jemand Fremdes im Haus war? Ich erinnerte mich in meinem Wandschrank einen Baseballschläger gesehen zu haben. Ich öffnete diesen, holte den Schläger hervor und schloss die Tür genauso leise wie ich sie geöffnet hatte. Ich schlich zurück zu meiner Zimmertür und lauschte, ob im Haus etwas zu hören war, doch alles war Still. Hatte ich doch nur geträumt oder mir das Geräusch eingebildet? Nervös öffnete ich dir Tür einen Spalt um auf den Flur zu spähen, der friedvoll vor mir lag.

Mittwoch, 28. November 2012

Story: Blutmond - Am See

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: Blutmond 

„Oh, wie wunderschön es hier ist.“ Mehr kam mir nicht über meine Lippen. Christopher ging an mir vorbei und ich konnte sehen, dass er wieder lächelte. Ich folgte ihm zu einer Wiese wo er den Rucksack ablegte und die Decke hervor holte um sie auszubreiten. Während er mit der Decke zu Gange war sagte er „Sam, es tut mir leid, wie ich eben reagiert habe, das war nicht richtig. Ich habe wohl etwas überreagiert.“ Ich war überrascht, eine solch direkte Entschuldigung hatte mir gegenüber noch niemand ausgesprochen. „Nein, du hattest Recht.“, widersprach ich. Er setzte an um etwas zu sagen, aber ließ es dann doch sein. Schweigend packte er die Lunchpakete aus, die uns Elena gezaubert hatte. Wir saßen nebeneinander auf der Decke und blickten auf den See. In den Bäumen hörte ich die Vögel zwitschern. Still genossen wir die wundervolle Atmosphäre. Es war ein bezaubernder Ort, der nur eine Viertelstunde Fußmarsch von meinem neuen zu Hause entfernt lag.
Langsam begann ich, all das Schreckliche der vergangenen Wochen zu verdrängen. Christopher riss mich aus meinen Gedanken „Es ist wohl nicht einfach in ein Flugzeug zu steigen, dass dich in ein fremdes Leben bringt und zu wissen, dass man nicht zurück kann.“ Er hatte wieder diesen nachdenklichen Ausdruck vom Frühstück im Gesicht. „Ist es das, worüber du nachdenkst?“ fragte ich ihn. Er blickte weiter auf den See und antwortete „Ja, ich versuche mir vorzustellen wie es für dich sein muss in ein Leben gezwängt zu werden, welches für dich bestimmt wurde. In einem Haus mit einer Familie zu leben, die dir fremd ist. Und dann noch von deinem fremden Stiefbruder angekeift zu werden, weil du dir Sorgen um ihn machst.“ Er grinste entschuldigend bei dem letzten Teil des Satzes.

Dienstag, 27. November 2012

Story: The Huntsmen - Megan - Blutbad

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Im Augenwinkel sah ich, dass Logan wie erstarrt am Auto stehen geblieben war. Es war noch Nacht, aber durch den Vollmond, der die Straße erhellte, war das Szenario klar zu erkennen. Die Straße war von Blut getränkt, überall lagen Leichen und Körperteile verstreut. Mitten in diesem Schlachtfeld sah man Raoul, mit vier weiteren Vampiren, gegen eine Meute Werwölfe kämpfen. Ich eilte in deren Richtung, auch wenn ich nicht wusste was ich hätte tun können. Der leblose Körper eines Werwolfs wurde mir entgegen geschleudert, ich konnte gerade noch inne halten und ausweichen, mein Blick folgte dem Leichnam aufmerksam. Ich war verwundert zu sehen, was kurze Zeit später geschah: Der Werwolf wandelte sich zurück in seine menschliche Gestalt. Ich hatte noch so viel zu lernen in dieser...meiner Welt.

Story: Blutmond - Morgenmuffel

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: Blutmond

Am nächsten Morgen klopfte es an der Tür. Ich schaute aus dem Fenster und die Sonne vertrieb gerade die Dunkelheit. Es klopfte wieder. Ich drehte mich um und schaute auf meinen Wecker, es war 7:00 Uhr Morgens an einem Sonntag. Ich war noch so müde, dass ich das Klopfen einfach ignorierte. Es klopfte schon wieder und ich hörte Christopher: „Hey Schwesterchen, das Frühstück ist fertig.“ Ich brummte nur vor mich hin, als die Tür auf ging. Christopher stand in der Tür und grinste mich an: „Na? Sind wir ein Morgenmuffel?“ Ich zog mir die Decke über den Kopf und antwortete: „Ja, immer bis 9 Uhr.“ Er lachte, aber machte keine Anstalten zu gehen „Ich muss dich mit runter bringen sonst verweigert mir Elena mein Frühstück.“ Ich zog mir die Decke bis unter die Nase und schaute ihn mit hoch gezogenen Augenbrauen an. „Komm schon, es gibt auch die besten Spiegeleier die du je essen wirst.“ Mit einem erneuten Brummen sagte ich zu und bedeutete ihm raus zu gehen. Ich schleppte mich aus meinem Bett zum Kleiderschrank und zog mich an.

Story: Blutmond - Angekommen

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: Blutmond

Mein Name ist Samantha, aber meine Freunde nennen mich Sam. Nachdem ich nun meine Habseligkeiten gepackt hatte, gab es für mich nicht mehr viel zu tun. Es stimmte mich traurig, aber ich hatte keine Wahl. Direkt nach der Beerdigung wurde ich in einem Mädchenheim untergebracht und zwei Wochen darauf stand fest, dass ich nun bei meiner Mutter leben musste, die ich nie zuvor getroffen hatte. Sie übergab mich nach meiner Geburt in die Obhut meiner Großmutter, da sie nicht für mich sorgen konnte, sie war selber noch ein Kind als sie schwanger wurde. Meine Großmutter versuchte mir meine Mutter näher zu bringen, in dem sie mir von ihr erzählte. Sie stellte sie als warmherzige und mitfühlende Frau dar und versicherte mir, dass sie mich vermissen würde. Es zerriss mir jedes Mal das Herz, wenn sie mir das sagte, aber ich verschwieg es ihr.

Story: Blutmond - Prolog

Dies wird eine Fortsetzungsgeschichte. Eine Zusammenfassung findet ihr hier: Blutmond

 
Der Wind trug leises Schluchzen um die Gräber und der Regen prasselte stetig nieder. Die Beerdigungsgesellschaft stand mit ihren schwarzen Regenschirmen um das Grab versammelt und lauschte den Worten des Geistlichen. Samantha war die Jüngste, sie hatte langes, feuerrotes Haar, welches ihr in Locken über die Schultern fiel. Ihre grünen Augen weinten um ihre Großmutter, bei der sie aufgewachsen war.

Das Mädchen war nun an der Reihe eine paar Worte zu sagen, doch ihr versagte die Stimme und man sah wie ihr die Tränen in die Augen stiegen. Einer der älteren Herren nahm sie in den Arm und begann im gleichen Moment zu sprechen, als das Mädchen weinend zusammen brach.

Ihre Leben, wie sie es bisher gekannt hatte, war vorbei. Sie blickte einer ungewissen Zukunft entgegen, ohne zu wissen wo sie hin gehörte. Ohne zu wissen woher sie stammte. Ohne zu wissen wer sie war.
Montag, 26. November 2012

Story: The Huntsmen - Logan - Kopf über

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Der Vollmond erhellte immer noch den Nachthimmel während ich mit dem Van über die Landstraße in Richtung Stadt heizte. Die Fahrt, die eigentlich nur 20 Minuten dauern würde, kam mir vor wie Stunden. Um die Uhrzeit waren die Straßen leer, was mein Glück war, sonst hätte ich sicher schon mehrere Unfälle verursacht. Immer wieder schweifte mein Blick zu Megan, mit der Sorge, dass sie vorzeitig erwachen könnte. Ich hatte ein Messer griff bereit in meinem Beingurt, aber ob ich rechtzeitig reagieren konnte, wollte ich nicht heraus finden müssen. Wenn ich nicht auf Megan oder die Straße achtete, war mein Blick auf den Rückspiegel geheftet. Es konnte jederzeit jemand hinter uns auftauchen und uns einholen, doch bisher war die Luft rein geblieben.

Freitag, 23. November 2012

Story: The Huntsmen - Logan - Plan B

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Sie hielt mich immer noch fest im Schwitzkasten, ich hatte keine Chance mich von ihrem Griff zu befreien. Natürlich war sie noch ein junger und dementsprechend unerfahrener Vampir, was ich hätte ausnutzen können. Meine Messer waren griffbereit an meinem Gürtel befestigt, was sie zum Glück nicht bemerkt hatte. Ich hätte jederzeit zu einem dieser Messer greifen und sie verletzen, sogar töten können. Ich hatte aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben, die Situation anders zu lösen. Dante stand uns Angriffslustig gegenüber, wartete nur auf ein Zeichen von mir. Der Kerl, den Megan Raoul genannt hatte, war es, der mir Sorgen bereitete. Er und Megan machten einen vertrauten Eindruck, weshalb ich hoffte, dass sie ihn beruhigen konnte.

Story: The Village - Gescheitert

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Village

Carrie wandte sich um und sah direkt in das faltige Gesicht von Clayton Reynolds. Seine dunklen Augen taxierten sie und sie begann sich unwohl zu fühlen. „Warum haben Sie mich hergebracht?“, fragte sie. „Weil Sie in Gefahr waren, Miss Evans,“ erwiderte Clayton. Er kam weiter in den Raum und nahm an seinem Schreibtisch Platz. „Sie verarschen mich doch. Der Deputy wollte mir helfen,“ meinte sie fest. Clayton schüttelte den Kopf und lachte verächtlich. „Hören Sie Miss Evans, ich lebe schon lange in diesem Dorf und weiß was sich hier abspielt. Wenn Sie es nicht glauben, dann gehen Sie doch einfach zurück und lassen sich von den Otgiruru zerfleischen,“ gab er zurück.

Freitag, 16. November 2012

Story: The Village - Flucht

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Village

Carrie war verängstigt und verwirrt, der Deputy zog sie unsanft hinter sich her, stütze sie zwischen durch, wenn sie stolperte. Sie hörte immer wieder die verrückten Worte von Officer Fenix in ihrem Kopf. Sie kam zu dem Ergebnis, dass er verrückt sein und Wahnvorstellungen haben musste. Der Deputy hastete weiter durch das Polizeirevier bis sie den Ausgang erreicht hatten. „Miss Evans, hier nehmen sie mein Hemd.“ Der Deputy zog sein Hemd aus, welches sie sich gleich überstreifte. „Ich bringe sie hier weg. Folgen sie mir weiter und bleiben sie direkt hinter mir.“, Carrie nickte eifrig, sie konnte es kaum erwarten aus diesem Albtraum zu entkommen. Sie hatte Schmerzen und das Blut lief ihr immer noch an der Seite herunter, mit jeder Bewegung zog ein scharfer Schmerz durch ihren Körper.

Donnerstag, 8. November 2012

Story: The Huntsmen - Megan - Trauer

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Gerade als ich ein Messer in die Finger bekam und es Raoul anschließend in die Brust stieß, zerbrach in mir etwas. Ich verspürte plötzlich eine tiefe Trauer und wusste, dass etwas Fürchterliches geschehen sein musste. Ich sah in seinen Augen, dass auch er es gespürt hatte, sie waren vor Panik geweitet. Ohne zu zögern sprang Raoul auf die Beine, noch immer das Messer in der Brust, und eilte nach oben. Ich war noch so sehr von diesen intensiven Gefühlen benommen, dass mir nicht klar war, was diese zu bedeuten hatten. Ich eilte Raoul hinter her, wusste instinktiv wohin mein Weg mich führen würde. Ich hatte eine Art Tunnelblick, irgendwas zog mich zu sich.



Donnerstag, 1. November 2012

Story: The Huntsmen - Logan - Kopflos

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Ich stand mit dem Rücken zur Tür, Dante lag immer noch bewusstlos am Boden. Die Situation abschätzend kam ich zu dem Ergebnis, dass ich in der Klemme steckte und hielt meine Waffe um so fester in den Händen. Die hinter mir liegende und noch offene Tür trat ich mit einem Tritt nach hinten zu, so konnte ich zumindest davon ausgehen, dass mich niemand überraschte. Wütend stand Liam vor mir, sein Bruder lag ihm tot zu Füßen und er blickte mich aus hasserfüllten Augen an. „Sprecht euer letztes Gebet...“ grollte seine Stimme durch den Raum, anschließend stürzte er in meine Richtung. Ich wusste, dass er mit mir spielte, sonst hätte er bei mir sein können, ohne dass ich eine seiner Bewegungen wahr genommen hätte.

Freitag, 30. November 2012

Story: Blutmond - Eiskalt

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: Blutmond

Christopher nahm mich, wie versprochen, in seinem Auto mit zur Schule. Es war ein Backsteingebäude welches hell und freundlich wirkte. Aus allen Richtungen strömten bereits die Schüler herbei. Wir parkten auf dem schon fast vollen Schulparkplatz und gingen gemeinsam Richtung Schulgebäude. Nachdem wir alles Bürokratische erledigt hatten zeigte mir Christopher meinen Klassenraum und musste mich alleine lassen. Wir waren leider in verschiedenen Klassen, da er einen Jahrgang über mir war, aber er versprach mir, dass wir uns in der Pause in der Mensa treffen würden und erklärte mir noch den Weg dorthin. Ich brachte also die ersten beiden Stunden Mathe und Physik hinter mich um mich dann auf die Suche nach der Mensa zu machen. Ich ging gerade suchend den Gang runter als mich ein dunkelhaariger Junge ansprach. 

Donnerstag, 29. November 2012

Story: Blutmond - In der Nacht

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: Blutmond 

Am Abend fiel ich erschöpft in mein Bett. Christopher und ich hatten den ganzen Tag am See gesessen und uns unterhalten, ohne jedoch noch einmal aneinander zu geraten. Es war für noch unbegreiflich einen "Bruder" zu haben, aber es war schön mit ihm nach bereits so kurzer Zeit vertraut umgehen zu können, es kam mir vor als wären wir zusammen aufgewachsen. Ich ließ den Tag noch mal Revue passieren und war gleichzeitig in Gedanken bei meinem morgigen ersten Schultag. Ich konnte kaum meine Augen aufhalten und es dauerte nicht lange bis ich in einen unruhigen Schlaf fiel.
Es war noch dunkel als ich aufwachte, ich war mir nicht sicher was mich geweckt hatte. Ich wollte mich gerade nochmal umdrehen und mich wieder in meine Decke kuscheln, als ich einen lauten, dumpfen Knall hörte. Ich fuhr erschrocken zusammen und war mir unsicher was ich jetzt tun sollte. Ich war wie versteinert vor Angst, bis meine Sorge meine Angst in den Hintergrund stellte. Mom, Andrew, Chris... Ich sprang auf und hechtete zur Zimmertür, Panik überkam mich, ich hatte den Türknauf gerade umdrehen wollen, als ich inne hielt. Was ist, wenn da jemand Fremdes im Haus war? Ich erinnerte mich in meinem Wandschrank einen Baseballschläger gesehen zu haben. Ich öffnete diesen, holte den Schläger hervor und schloss die Tür genauso leise wie ich sie geöffnet hatte. Ich schlich zurück zu meiner Zimmertür und lauschte, ob im Haus etwas zu hören war, doch alles war Still. Hatte ich doch nur geträumt oder mir das Geräusch eingebildet? Nervös öffnete ich dir Tür einen Spalt um auf den Flur zu spähen, der friedvoll vor mir lag.

Mittwoch, 28. November 2012

Story: Blutmond - Am See

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: Blutmond 

„Oh, wie wunderschön es hier ist.“ Mehr kam mir nicht über meine Lippen. Christopher ging an mir vorbei und ich konnte sehen, dass er wieder lächelte. Ich folgte ihm zu einer Wiese wo er den Rucksack ablegte und die Decke hervor holte um sie auszubreiten. Während er mit der Decke zu Gange war sagte er „Sam, es tut mir leid, wie ich eben reagiert habe, das war nicht richtig. Ich habe wohl etwas überreagiert.“ Ich war überrascht, eine solch direkte Entschuldigung hatte mir gegenüber noch niemand ausgesprochen. „Nein, du hattest Recht.“, widersprach ich. Er setzte an um etwas zu sagen, aber ließ es dann doch sein. Schweigend packte er die Lunchpakete aus, die uns Elena gezaubert hatte. Wir saßen nebeneinander auf der Decke und blickten auf den See. In den Bäumen hörte ich die Vögel zwitschern. Still genossen wir die wundervolle Atmosphäre. Es war ein bezaubernder Ort, der nur eine Viertelstunde Fußmarsch von meinem neuen zu Hause entfernt lag.
Langsam begann ich, all das Schreckliche der vergangenen Wochen zu verdrängen. Christopher riss mich aus meinen Gedanken „Es ist wohl nicht einfach in ein Flugzeug zu steigen, dass dich in ein fremdes Leben bringt und zu wissen, dass man nicht zurück kann.“ Er hatte wieder diesen nachdenklichen Ausdruck vom Frühstück im Gesicht. „Ist es das, worüber du nachdenkst?“ fragte ich ihn. Er blickte weiter auf den See und antwortete „Ja, ich versuche mir vorzustellen wie es für dich sein muss in ein Leben gezwängt zu werden, welches für dich bestimmt wurde. In einem Haus mit einer Familie zu leben, die dir fremd ist. Und dann noch von deinem fremden Stiefbruder angekeift zu werden, weil du dir Sorgen um ihn machst.“ Er grinste entschuldigend bei dem letzten Teil des Satzes.

Dienstag, 27. November 2012

Story: The Huntsmen - Megan - Blutbad

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Im Augenwinkel sah ich, dass Logan wie erstarrt am Auto stehen geblieben war. Es war noch Nacht, aber durch den Vollmond, der die Straße erhellte, war das Szenario klar zu erkennen. Die Straße war von Blut getränkt, überall lagen Leichen und Körperteile verstreut. Mitten in diesem Schlachtfeld sah man Raoul, mit vier weiteren Vampiren, gegen eine Meute Werwölfe kämpfen. Ich eilte in deren Richtung, auch wenn ich nicht wusste was ich hätte tun können. Der leblose Körper eines Werwolfs wurde mir entgegen geschleudert, ich konnte gerade noch inne halten und ausweichen, mein Blick folgte dem Leichnam aufmerksam. Ich war verwundert zu sehen, was kurze Zeit später geschah: Der Werwolf wandelte sich zurück in seine menschliche Gestalt. Ich hatte noch so viel zu lernen in dieser...meiner Welt.

Story: Blutmond - Morgenmuffel

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: Blutmond

Am nächsten Morgen klopfte es an der Tür. Ich schaute aus dem Fenster und die Sonne vertrieb gerade die Dunkelheit. Es klopfte wieder. Ich drehte mich um und schaute auf meinen Wecker, es war 7:00 Uhr Morgens an einem Sonntag. Ich war noch so müde, dass ich das Klopfen einfach ignorierte. Es klopfte schon wieder und ich hörte Christopher: „Hey Schwesterchen, das Frühstück ist fertig.“ Ich brummte nur vor mich hin, als die Tür auf ging. Christopher stand in der Tür und grinste mich an: „Na? Sind wir ein Morgenmuffel?“ Ich zog mir die Decke über den Kopf und antwortete: „Ja, immer bis 9 Uhr.“ Er lachte, aber machte keine Anstalten zu gehen „Ich muss dich mit runter bringen sonst verweigert mir Elena mein Frühstück.“ Ich zog mir die Decke bis unter die Nase und schaute ihn mit hoch gezogenen Augenbrauen an. „Komm schon, es gibt auch die besten Spiegeleier die du je essen wirst.“ Mit einem erneuten Brummen sagte ich zu und bedeutete ihm raus zu gehen. Ich schleppte mich aus meinem Bett zum Kleiderschrank und zog mich an.

Story: Blutmond - Angekommen

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: Blutmond

Mein Name ist Samantha, aber meine Freunde nennen mich Sam. Nachdem ich nun meine Habseligkeiten gepackt hatte, gab es für mich nicht mehr viel zu tun. Es stimmte mich traurig, aber ich hatte keine Wahl. Direkt nach der Beerdigung wurde ich in einem Mädchenheim untergebracht und zwei Wochen darauf stand fest, dass ich nun bei meiner Mutter leben musste, die ich nie zuvor getroffen hatte. Sie übergab mich nach meiner Geburt in die Obhut meiner Großmutter, da sie nicht für mich sorgen konnte, sie war selber noch ein Kind als sie schwanger wurde. Meine Großmutter versuchte mir meine Mutter näher zu bringen, in dem sie mir von ihr erzählte. Sie stellte sie als warmherzige und mitfühlende Frau dar und versicherte mir, dass sie mich vermissen würde. Es zerriss mir jedes Mal das Herz, wenn sie mir das sagte, aber ich verschwieg es ihr.

Story: Blutmond - Prolog

Dies wird eine Fortsetzungsgeschichte. Eine Zusammenfassung findet ihr hier: Blutmond

 
Der Wind trug leises Schluchzen um die Gräber und der Regen prasselte stetig nieder. Die Beerdigungsgesellschaft stand mit ihren schwarzen Regenschirmen um das Grab versammelt und lauschte den Worten des Geistlichen. Samantha war die Jüngste, sie hatte langes, feuerrotes Haar, welches ihr in Locken über die Schultern fiel. Ihre grünen Augen weinten um ihre Großmutter, bei der sie aufgewachsen war.

Das Mädchen war nun an der Reihe eine paar Worte zu sagen, doch ihr versagte die Stimme und man sah wie ihr die Tränen in die Augen stiegen. Einer der älteren Herren nahm sie in den Arm und begann im gleichen Moment zu sprechen, als das Mädchen weinend zusammen brach.

Ihre Leben, wie sie es bisher gekannt hatte, war vorbei. Sie blickte einer ungewissen Zukunft entgegen, ohne zu wissen wo sie hin gehörte. Ohne zu wissen woher sie stammte. Ohne zu wissen wer sie war.

Montag, 26. November 2012

Story: The Huntsmen - Logan - Kopf über

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Der Vollmond erhellte immer noch den Nachthimmel während ich mit dem Van über die Landstraße in Richtung Stadt heizte. Die Fahrt, die eigentlich nur 20 Minuten dauern würde, kam mir vor wie Stunden. Um die Uhrzeit waren die Straßen leer, was mein Glück war, sonst hätte ich sicher schon mehrere Unfälle verursacht. Immer wieder schweifte mein Blick zu Megan, mit der Sorge, dass sie vorzeitig erwachen könnte. Ich hatte ein Messer griff bereit in meinem Beingurt, aber ob ich rechtzeitig reagieren konnte, wollte ich nicht heraus finden müssen. Wenn ich nicht auf Megan oder die Straße achtete, war mein Blick auf den Rückspiegel geheftet. Es konnte jederzeit jemand hinter uns auftauchen und uns einholen, doch bisher war die Luft rein geblieben.

Freitag, 23. November 2012

Story: The Huntsmen - Logan - Plan B

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Sie hielt mich immer noch fest im Schwitzkasten, ich hatte keine Chance mich von ihrem Griff zu befreien. Natürlich war sie noch ein junger und dementsprechend unerfahrener Vampir, was ich hätte ausnutzen können. Meine Messer waren griffbereit an meinem Gürtel befestigt, was sie zum Glück nicht bemerkt hatte. Ich hätte jederzeit zu einem dieser Messer greifen und sie verletzen, sogar töten können. Ich hatte aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben, die Situation anders zu lösen. Dante stand uns Angriffslustig gegenüber, wartete nur auf ein Zeichen von mir. Der Kerl, den Megan Raoul genannt hatte, war es, der mir Sorgen bereitete. Er und Megan machten einen vertrauten Eindruck, weshalb ich hoffte, dass sie ihn beruhigen konnte.

Story: The Village - Gescheitert

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Village

Carrie wandte sich um und sah direkt in das faltige Gesicht von Clayton Reynolds. Seine dunklen Augen taxierten sie und sie begann sich unwohl zu fühlen. „Warum haben Sie mich hergebracht?“, fragte sie. „Weil Sie in Gefahr waren, Miss Evans,“ erwiderte Clayton. Er kam weiter in den Raum und nahm an seinem Schreibtisch Platz. „Sie verarschen mich doch. Der Deputy wollte mir helfen,“ meinte sie fest. Clayton schüttelte den Kopf und lachte verächtlich. „Hören Sie Miss Evans, ich lebe schon lange in diesem Dorf und weiß was sich hier abspielt. Wenn Sie es nicht glauben, dann gehen Sie doch einfach zurück und lassen sich von den Otgiruru zerfleischen,“ gab er zurück.

Freitag, 16. November 2012

Story: The Village - Flucht

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Village

Carrie war verängstigt und verwirrt, der Deputy zog sie unsanft hinter sich her, stütze sie zwischen durch, wenn sie stolperte. Sie hörte immer wieder die verrückten Worte von Officer Fenix in ihrem Kopf. Sie kam zu dem Ergebnis, dass er verrückt sein und Wahnvorstellungen haben musste. Der Deputy hastete weiter durch das Polizeirevier bis sie den Ausgang erreicht hatten. „Miss Evans, hier nehmen sie mein Hemd.“ Der Deputy zog sein Hemd aus, welches sie sich gleich überstreifte. „Ich bringe sie hier weg. Folgen sie mir weiter und bleiben sie direkt hinter mir.“, Carrie nickte eifrig, sie konnte es kaum erwarten aus diesem Albtraum zu entkommen. Sie hatte Schmerzen und das Blut lief ihr immer noch an der Seite herunter, mit jeder Bewegung zog ein scharfer Schmerz durch ihren Körper.

Donnerstag, 8. November 2012

Story: The Huntsmen - Megan - Trauer

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Gerade als ich ein Messer in die Finger bekam und es Raoul anschließend in die Brust stieß, zerbrach in mir etwas. Ich verspürte plötzlich eine tiefe Trauer und wusste, dass etwas Fürchterliches geschehen sein musste. Ich sah in seinen Augen, dass auch er es gespürt hatte, sie waren vor Panik geweitet. Ohne zu zögern sprang Raoul auf die Beine, noch immer das Messer in der Brust, und eilte nach oben. Ich war noch so sehr von diesen intensiven Gefühlen benommen, dass mir nicht klar war, was diese zu bedeuten hatten. Ich eilte Raoul hinter her, wusste instinktiv wohin mein Weg mich führen würde. Ich hatte eine Art Tunnelblick, irgendwas zog mich zu sich.



Donnerstag, 1. November 2012

Story: The Huntsmen - Logan - Kopflos

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Was bisher geschah erfahrt ihr hier: The Huntsmen

Ich stand mit dem Rücken zur Tür, Dante lag immer noch bewusstlos am Boden. Die Situation abschätzend kam ich zu dem Ergebnis, dass ich in der Klemme steckte und hielt meine Waffe um so fester in den Händen. Die hinter mir liegende und noch offene Tür trat ich mit einem Tritt nach hinten zu, so konnte ich zumindest davon ausgehen, dass mich niemand überraschte. Wütend stand Liam vor mir, sein Bruder lag ihm tot zu Füßen und er blickte mich aus hasserfüllten Augen an. „Sprecht euer letztes Gebet...“ grollte seine Stimme durch den Raum, anschließend stürzte er in meine Richtung. Ich wusste, dass er mit mir spielte, sonst hätte er bei mir sein können, ohne dass ich eine seiner Bewegungen wahr genommen hätte.